XP/2000 Setup

 

Ausführliche Hardware-Installierung
unter Windows XP / Windows 2000

Allgemein
Die Abfolge einer Karteninstallation ist bei Windows 2000 und Windowx XP nahezu identisch und gilt übergreifend für alle PCI-Karten aus unserem Sortiment. Als Beispiel wurde hier eine PCI-1616 TTL-Karte unter Windows XP (Whistler) mit dem neuen 32-bit device-driver + INF installiert, die unseren PCI-Decoder mit der Vendor-ID 0x1001h verwendet. Die folgenden XP-Screenshots können angeklickt werden, um sie als Vollbild darzustellen. Um den Geräte-Treiber (verwendbar nur für Kolter-PC-Karten) zu installieren, gehen wir davon aus, dass Sie XP bzw. Windows 2000 bereits komplett und ordnungsgemäß installiert haben und anschliessend eine neue PCI-Karte in einen freien PCI-Slot eingesetzt - und sich als Admin angemeldet haben. Nach dem Boot-Vorgang meldet Ihr System anschliessend, dass ein neues PCI-device gefunden wurde und empfiehlt die Installation über den Hardware-Manager bzw. Assistenten fortzuführen.

...doch halt !!!

Voraussetzung zur Installation
Stellen Sie zuerst sicher, dass keine gelben Ausrufezeichen im Gerätemanager durch fehlerhafte Installation von anderen Komponenten enthalten sind. Installieren Sie immer nur eine Karte nach der anderen bzw. stecken Sie nie zwei oder mehr Karten auf einmal in die PCI-Slots. Beachten Sie genau die Mitteilungen der Dialog-Boxen der Harwareinstallationsroutine und befolgen Sie deren Hinweise. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie die Admin-Rechte haben bzw. als Administrator angemeldet sind. Stecken Sie nur im ausgeschalteten Zustand erst eine Karte ein und warten Sie nach dem Booten (PC-Neustart) auf die Mitteilung, dass Windows ein neues Gerät (device) gefunden hat, um den Treiber jetzt zu installieren. Nie umgekehrt!

Fehler im System - was nun ?
Falls Sie bereits eine fehlerhafte Treiberinstallation auf Ihrem 2000er bzw. XP-Windows System haben, deinstallieren Sie zuerst alle fehlerhaften Komponenten komplett über den Gerätemanager bzw. Entfernen Sie das Gerät mit einem Klick der rechten Maustaste auf dem Device. Doch Achtung: Löschen Sie nie eine Systemkomponente vom Betriebssystem, da ansonsten eine komplette Neuinstallation von Windows notwendig werden kann. Falls Sie auch Anwendersoftware zu dieser Hardware betreffend mitinstalliert haben, sollten Sie auch diese deinstallieren, damit Treiber aus dieser Software nicht auf die fehlerhafte Hardwareinstallation während des bootens auf Systemebene darauf zugreifen kann. Löschen Sie die zugehörigen Backup OEMx.INF Script-Files aus Ihrem Windows\INF\...Verzeichnis, damit Windows gezwungen wird, auch wirklich nur den neuen Karten-Treiber von Ihrem Datenträger zu installieren. Starten Sie den Rechner anschliessend ohne die PCI-Karte neu, bevor Sie den gesamten PnP-Prozess wiederholen und den Treiber installieren. Ein einfaches überspielen bei eingestecker Hardware führt ansonsten nur zu weiteren, sonderbaren Konflikten im Windows-Gerätemanager und bringt überhaupt nichts ausser Zeitverschwendung, Katzenjammer oder ein völlig unbrauchbares System.


Windows-Meldung fordert Treiber für eine neue PCI-Karte an

Und los gehts . . .
Die folgende Auswahl besteht darin, ob eine automatische oder manuelle Installation durch den Assistenten erfolgen soll. Bei der automatischen Installation brauchen Sie sich lediglich an die schrittweise Abfolge des HW-Assistenten zu halten und werden per Menue-Dialog durch die Installation geführt. Beide Schritte führen letztendlich zum gleichen Erfolg, jedoch ist Windows auch heute immer noch nicht in der Lage den zugehörigen Treiber auf einer CD perfekt ausfindig zu machen, wenn div. Treiber für mehrere Versionen vorliegen. So kann es sein, dass der erstbeste Treiber installiert wird, egal ob dieser geeignet ist, oder nicht. Aus diesem Grund gehen wir nun auch nicht auf die automatische Installation durch den Hardwareassistenten näher ein und befassen uns vielmehr mit der manuellen Installation, da hierdurch die Treibereinbindung besser dargestellt werden kann.

Die manuelle Installation
Nach starten des Hardware-Managers über > Arbeitsplatz > mit rechter Maustaste, gelangt man zur Auswahl "Systemeigenschaften". Nach anklicken des Ordners "Hardware" muss der Ordner "Geräte-Manager" geöffnet werden, um die Einträge der einzelnen Geräte einzusehen bzw. abzuändern. Alle Treiberinstallationen können Sie zu einem späteren Zeitpunkt auch wiederholen bzw. abändern, falls ein Fehler bzw. Irrtum bei der Installation auftreten sollte. Dazu kann man das Device aus dem Gerätemanager komplett löschen und ggf. über den Assistenten nach einem Rechner-Neustart wieder neu installieren. s.o.

Da grundsätzlich eine neue PCI-Karte dem System zunächst unbekannt ist und auch so gemeldet wird, wird sie Übergangsweise mit einem gelben Fragezeichen versehen und als unbekanntes Device unter "Andere Geräte" deklariert. In unserem Beispiel wurde neben der unbekannten PCI-1616 Karte (1.er Eintrag) gleich noch ein USB-Gerät (2.er Eintrag) gemeldet, was zur weiteren Installation für unsere PCI-Karte jedoch keine Rolle spielt. Der zweite Eintrag wurde zunächst von Hand gelöscht. Um den Treiber für unsere PCI-1616 Karte zu installieren muss das gelbe Fragezeichen angeklickt werden (doppelklick) um in den Treiber-Ordner des "PCI-Device" zu gelangen. Durch anklicken des Buttons: "Treiber erneut installieren" wird der Hardwareassistent jetzt aufgerufen, der die Treiberinstallation einleiten soll. Aber Vorsicht: Jetzt nicht immer alles mit der Return-Taste weiter klicken...

Über die nette Willkommen-Begrüßung, wird gleich die Frage gestellt, ob man jetzt den Treiber automatisch oder manuell installieren möchte. Da die manuelle Installation komplexer und sicherer ist, haben wir uns zu dieser Variante entschieden. Durch die "Weiter"-Taste gelangt man zum nächten Menuepunkt, der über die Pfad-Suche entscheidet. Ob CD, Diskette oder ausführlicher Ordner, spielt für die Installation keine Rolle. Wichtig ist lediglich, dass der richtige Treiber für XP gefunden wird. Dieser befindet sich für die jeweiligen Betriebssysteme auf unserer neuen CD (ab Rev.3.0) unter "Driver", also in diesem Fall für XP unter ...\Drivers\Win2k_XP\kolter.inf Jetzt neu: Setup.Inf

Nach Wahl bzw. Vorgabe des richtigen CD-Ordners, wo sich die Geräte-Treiber befinden, werden diese dann anschliessend in das Windows-System automatisch per Registry-Eintrag eingebunden. Bei Erfolg, wird dies mit der Fertigstellung des Assistenten bestätigt, wo jetzt auch der reale Name des Gerätes in Erscheinung tritt. In diesem Fall: PCI-1616. Durch anklicken des Buttons: "Fertig stellen" wird nun die Treiberinstallation verlassen, da die Treiber in das Systemverzeichnis kopiert und installiert wurden.

Damit nun überprüft werden kann, ob der Treiber korrekt übernommen wurde, können Sie jetzt nochmals auf das Device PCI-1616 klicken, um die Treiberdaten zu ermitteln. Beispielsweise können Sie im Ordner: "Ressourcen" die I/O-Adresse der aufgerufenen Karte ermitteln und überprüfen, ob keine anderen Konflikte mit der Hardware/Software entstehen. Wird im Ressourcen-Ordner eine richtige I/O-Adresse mit FF bytes Länge angezeigt, gilt die Karte als angenommen, ansonsten werden bei einem Fehler keine Ressourcen vergeben und es erscheint der Fehlercode 28. Nach einem Neustart, wird das gelbe Fragezeichen gegen die graue Multifunktionskarten-Raute ausgetauscht und im Unterpunkt des Eintrags mit dem Device-Namen (hier PCI-1616) ausgegeben.

Das war alles. Geschafft !


Hardware-Test und PCI-Informationen
Möchte man testweise auf generelle I/O-Hardware direkt zugreifen (nicht ganz ungefährlich), kann das Testprogramm HWT von grossem Nutzen sein. Mit HWT kann die Karte über einen VXD/SYS device-driver ermittelt werden (I/O-Adresse) und über read/write-Befehle entsprechend angesteuert werden. Zusätzlich bietet HWT eine Geschwindigkeitsanalyse an, mit der man die maximale, systembedingte Ablaufgeschwindigkeit von Port-Zyklen austesten kann. In unserem Beispiel wird die PCI-1616 Karte an der Adresse 6500 erkannt (der Offset von 1 zeigt an, dass es sich um eine reine I/O-Karte handelt). Über das Feld "Port(Hex)" wird die Adresse manuell eingetragen, auf der die Daten im rechten Feld übermittelt werden. Je nach Wahl der Read-Once oder Write-Once Taste wird ein Read-Port oder Write-Port 1x oder 1Mio. mal ausgeführt.


Mehr Komfort
Übersichtlicher und einfacher geht es natürlich mit einer richtigen Steuerungsanwendung wie PCIIO.EXE, die extra für eine bzw. mehrere registergleiche PCI-Karten programmiert wurde. In unserem Beispiel wird die PCI-1616 Karte automatisch ermittelt (Scan PCI-Bus) und mit jeweils 16 LED-Balkenanzeigen bzw. 16 Kontroll-Kästchen (für den Ausgang) übersichtlich dargestellt. Die jeweilige PCI-Karte wird im Feld: "PCI-Karten-Auswahl" manuell vogegeben. Wird die Karte nicht erkannt (Beispiel: andere PCI-Karte eingebaut als angegeben), kann nicht auf das Device bzw. die Ports zugegriffen werden und die Valid-Anzeige bleibt schwarz (invalid). Mit den Buttons: "Set-Output" wird der aktuelle Stand der angeklickten Bit-Kästchen je nach Kanal auf die Ausgänge übertragen werden, die Darstellung der Eingänge (LED) wird über die Taste: "Get-Input" aktualisiert. Aktuelle Anwendungen wie PCIIO finden Sie auf unserer neuen CD (ab rev. 3.0) unter dem CD-Ordner: \Anwendungen\Win9x_ME oder Win_NT_2K_XP.

Diese kleine Test-Software unterstützt jeweils nur eine PCI-I/O-Karte im System, dabei kann zwischen den Karten: PCI-1616, PCI-Relais, PCI-OptoRel und OPTO-PCI ausgewählt werden. Da mit dieser Test-Software kein bestimmter, steuerungsrelevanter Zweck verfolgt wird, dient sie lediglich dazu, Eingänge und Ausgänge (jeweils 16) auszutesten. Es wurde auf weitere Datenübergaben daher verzichtet. Wenn Sie die Eigenschaften erweitern möchten und diese Software als Basis nutzen wollen, können Sie den MS-Visual-BASIC 6 Source von PCIIO.EXE käuflich erwerben. Falls Sie eigene Programme zu umfangreichen Steuerungen von PCI-I/O-Karten entwickeln möchten, empfehlen wir die Entwicklungsplatform ProfiLab-EXPERT 2.0

Profilab & PCI-Messsysteme

Zu Profilab-Expert 2.0 und unseren PCI-Karten gibt es weitergehende Literatur.
Beschreibung: Erfolgreich messen, steuern, visualisieren mit PCI-Messsystemen.
Aus dem Inhalt:
  • Profilab-Expert als Einstieg
  • Makros verwenden
  • Schaltungen compilieren
  • Messwerte extern auswerten
  • PCI-Bus-Grundlagen
  • PCI-Tools
  • Programmierung von VModulen
  • viele Anwendungsbeispiele
  • eigene Visualaisierung realisieren


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