Testware


 
 

TESTWARE 32-bit für Windows
Prüf- und Steuerungsabläufe ohne Softwareerstellung

ALLGEMEIN
TESTWARE ist eine komplette Prüftechnikoberfläche für für WINDOWS zur Erstellung und Ausführung von Prüfabläufen für Fertigung, Prüfstand und Labor. Prüfaufgaben werden in Prüfschritte unterteilt. Die Summe der Prüfschritte bildet den Prüfdatensatz. Je Prüfprojekt wird ein Prüfdatensatz mit bis zu 128 Prüfvarianten und/oder 32-fach Nutzen verwaltet. Typische Anwendungen sind z.B. Funktionstest, Incircuittest, Leiterplattentest, Bauteiltest, Einstell- und -Abgleichgeräte.

Unterschiedliche Prüfschritt-Funktionen werden durch entsprechende Prüfschritt-Typen realisiert. Um anwenderspezifische Schritt-Typen wird TESTWARE auf Wunsch erweitert. Mit IEC-Interfacekarte ist die Einbeziehung von beliebigen IEC-BUS-Geräten gewährleistet. Softwareerstellung ist nicht erforderlich. Jeder Mitarbeiter mit Kenntnissen um Prüfling und Prüfgerät ist qualifiziert für die Prüfablauferstellung. Die Bedieneroberfläche kann (in gewissen Grenzen) um anwenderspezifische Anforderungen ergänzt werden. Die Bedienung von TESTWARE ist menue- und mausorientiert, während der Fertigungsprüfung genügt ein numerisches Tastenfeld. Das Programm erfordert nur kurze Einarbeitungszeit. Hohe Bedienungssicherheit wird durch automatische Backups und umfassende Syntax-Checks während der Datenbearbeitung gewährleistet. Sicherheitsabfragen verhindern unbeabsichtigte Datenverluste.

Mit der hohen Ausführungsgeschwindigkeit (z.B. 12.000 Prüfschritten/Sek. auf AT486-50, 45.000 Prüfschritte/sek. auf einem PENTIUM P100, oder Highspeed-Prüfabläufe mit max. 310.000 Prüfschritte/sek auf Pentium 266), den geringen Anforderungen an die Rechner-Hardware und direktem Zuschnitt auf die Fertigungsprüftechnik unterscheidet sich TESTWARE deutlich von Meß- und Analyse-Software für den Labortisch.

PRÜFABLAUF
TESTWARE unterstützt die Erstellung von Halbautomaten (manuelles Prüflingshandling, automatische Ablaufbereiche mit Halteschritten) und Vollautomaten (Autostart, Prüflingshandling über den Prüfablauf). Während der Fertigungsprüfung (PRODUKTION) wird der Ablauf nach fehlerhaften Prüfschritten abgebrochen, ein frei definierbarer Fehlerhinweistext wird ausgegeben. (siehe auch LEISTUNGSUMFANG)

MESSMETHODEN
Die Ausführung jedes Prüfschritts erfolgt in der Weise 'Steuern, Wartezeit, Typ-Funktion'. Die TESTWARE-Standardversion hält 5 Prüfschritt-Typen bereit. Anwenderspezifische Prüfschritt-Typen werden je nach Erfordernissen realisiert (siehe LEISTUNGSUMFANG). Beliebige meß- und steuerungstechnische Hardware und Interfaces (natürlich auch vorhandene Eigenentwicklungen) können problemlos eingebunden werden.

MESSUNG
Hiermit erfolgen Analogmessungen je nach vorhandenen A/D-Interfaces, aber auch Frequenzmessungen. Sollwerte und Toleranzen werden in 'Klartext' mit ihrer Meßeinheit eingetragen, die Meßbereiche verwaltet TESTWARE. Messungen über spezielle Hardware kann in Auftrag gegeben werden (siehe auch LEISTUNGSUMFANG) oder über die Erstellung von DLL-Meßtreibern für beliebige Meßgeräte vom Anwender nachträglich dem Prüfsystem hinzugefügt werden.

Hardware stellen
Jeder Schritt-Typ beeinhaltet diese Funktion, sie wird jedoch häufig auch separat benötigt. Die Standardausgabe ist PC-I/O, sie kann auf IEC-, COM- oder anwenderdefinierte Ausgabe umgeschaltet werden. Über die Erstellung von DLL-Treibern können anwenderspezifische Ausgaben an beliebige Busse oder Bausteine unter PC-Zugriff realisiert werden. Die Integration von Ausgaben an spezielle Bausteine oder Busse (z.B. I2C-BUS), z.B. für spezielle digitale Programmiergeräte, kann auch in Auftrag gegeben werden (siehe auch LEISTUNGSUMFANG).

PORTABFRAGE
Diese Funktion dient z.B. zur Abfrage von Prüflingssensoren oder zur Realisierung des Prüflingshandlings bei Vollautomaten. Die abzufragenen Bits des eingetragenen Ports können über eine Maske ausgewählt und in beliebiger Polarität abgefragt werden. Über die Erstellung von Abfrage-Treibern für die DLL können userspezifische Abfragen von beliebigen Bussen oder Bausteinen unter PC-Zugriff realisiert werden. Die Integration von Abfragen spezieller Bausteine oder Busse (z.B. I2C-BUS) kann in Auftrag gegeben werden (siehe auch LEISTUNGSUMFANG). Permanente Sicherheitsabfragen (PC-I/O) werden über die Konfigurationsdatei definiert.

D/A-AUSGABE
Hier werden Kanal und Spannung [V] eingetragen. TESTWARE rechnet auf den Ausgabewert des bezogenen Wandlers automatisch um.

PORT-BIT-MANIPULATION
Auf beliebigen Port-Adressen können einzelne Bits separat gesetzt oder gelöscht werden.

KOLTER-HARDWARE KONFIGURATION
Bei Beginn eines neuen Prüfprojektes werden die verwendeten Meßinterfaces (mit ihren Adressen und/oder Jumper-Stellungen) in die Konfigurationsdatei eingetragen. Diese Angaben dienen als Kanal-/Modul-Referenz für Prüfdatenbearbeitung und Prüfablauf. Auch bei der Definition neuer Konfigurationseintragungen kann der Auftraggeber seine Vorstellungen während der Prüfprojektrealisierung einfließen lassen.

PRÜFABLAUFERSTELLUNG
Mit der integrierten Prüfdatenbearbeitung werden durch Anreihung von Prüfschritt-Typen in beliebiger Anzahl und Kombination Prüfabläufe schnell und komfortabel erstellt. Je PC-Verzeichnis können bis zu 192 Prüfprojekte mit jeweils bis zu 128 Prüflingsvarianten verwaltet werden. Variantenbezeichner sind hierbei Nummern oder frei definierbare Namen. Der Prüfprojekt- oder Variantenwechsel erfolgt auf Tastendruck innerhalb einer Sekunde. Prüfschrittparameter werden in ihre Eingabefenster im jeweils logischen Format eingetragen: HEX für Adressen und Daten, BIN für Portbit-Abfragen, FLOAT für Sollwerte und Toleranzen, usw... Prüfschritte oder Prüfschrittblöcke werden kopiert, verschoben, gelöscht oder ausgeblendet, Datensatzbereiche gespeichert und komplette Datensätze eingefügt.

DEBUGGING
Die Betriebsart INBETRIEBNAHME ermöglicht Debugging parallel zur Prüfablauferstellung. Vom ersten Prüfschritt an kann jederzeit ein Testlauf (komplett oder bis zum angewählten Prüfschritt) gestartet werden. Im angewählten Schritt ist Wiederholung, Schritt vor-/rückwärts und Aufruf der Datenbearbeitung ohne Prüfabbruch möglich. Eine neue Schrittanwahl gefolgt von Ablauffortsetzung oder Direktsprung dorthin kann jederzeit erfolgen. Prüfstart mit Direkteinsprung in den angewählten Prüfschritt ist ebenfalls möglich. Funktionsnotwendige Prüfschritte am Anfang des Datensatzes werden hierfür als Zwangsablaufschritte markiert. Mit der schrittweisen Erstellung und Austestung des Prüfdatensatzes erfolgt das Debugging von Prüfling, Prüflingsadaption und Prüfgerät gleichzeitig und sehr effektiv.

PRÜFLINGSSICHERHEIT
Erfordert der Prüfabbruch eine definierte Reihenfolge von Abschaltvorgängen, wird eine Anzahl von Prüfschritten am Datensatzende als Abschaltsequenz markiert. Hierdurch erfolgt ein durch den Anwender definierbarer jederzeit sicherer Prüfabbruch.

PRÜFPROTOKOLLE
Die Betriebsart INBETRIEBNAHME protokolliert den Prüfablauf auf dem Bildschirm. Zusätzlich kann dieses Protokoll in einen File oder direkt auf den angeschlossenen Drucker erfolgen. Dieses Protokoll unterstützt die Inbetriebnahme von Prüfgerät und Prüfablauf und kann zur Erstellung einer Prüfablaufdokumentation bei Prüfgerätabnahme verwendet werden. Prüfdokumentationen für ISO9000 erfolgen in der Betriebsart PRODUKTION während des Prüfablaufs für markierte Prüfschritte in einen File (siehe auch LEISTUNGSUMFANG). Für jeden Prüfschritt kann ein spezifischer Text über die Datenbearbeitung eingegeben werden. Dieser Text wird neben Prüfparametern und Meßergebnis Bestandteil der Prüfprotokolle.

STATISTIK
Während der Fertigungsprüfung (Betriebsart: PRODUKTION) wird für jeden Prüfschritt die Ausführungsund Fehleranzahl erfaßt. Messende Prüfschritte können für die Erstellung von Gauß-Kurven markiert werden.

LEISTUNGSUMFANG
Die Erweiterung von TESTWARE, sowohl um kundenspezifische Funktionen als auch die komplette Anpassung auf kundenspezifische Prüfgerätkonfigurationen ist im Festpreis enthalten. Der Anwender erhält so ein zu 100% auf seine spezifischen Anforderungen zugeschnittenes Prüfsystem. Die Erstellung von neuen Schritt-Typen sowie spezieller Funktionen und Erweiterungen (z.B. automatische Variantenerkennung, QMS-Anbindung, Statistik-Funktionen, ...) erfolgen im Dialog mit dem Programmentwickler (10 Jahre Prüftechnik-Erfahrung), ggf. auch kurzfristig vor Ort. Die Adaption von TESTWARE auf eine komplette Prüfgerätkonfiguration nimmt je nach Umfang nur 2 bis 4 Wochen in Anspruch.

Leistungsdaten in der Übersicht

  • Ablauferstellung ohne Softwareerstellung
  • Prüfabläufe mit beliebigem Umfang
  • Bedingte Ablaufverzweigungen
  • Sicherheit für Bediener, Prüfgerät und Prüfling
  • frei definierbare Abschaltsequenz bewährleistet jederzeit sicheren Prüfabbruch
  • komfortables Ablauf-Debugging
  • Direkt-Einsprung mit definierten Zwangsablaufschritten
  • Prüfschritt vor, zurück, wiederholen, wechseln
  • Prüfschrittparameter ändern ohne Prüfabbbruch
  • Inbetriebnahme-Ablaufprotokoll auf Bildschirm oder in File
  • extrem schnelle Prüfabläufe ab PENTIUM 100
  • präzises Prüfschritt-Timing mit 1 ms Auflösung
  • Prüfablaufdokumentation für ISO900X (programmierbar über DLL-Funktion)
  • programmierbare QMS-Anbindung (DLL-Funktion)
  • PC-I/O-Zugriff standardmäßig enthalten
  • offene Software-Schnittstelle (DOS-ähnliche DLL-Erstellung)
  • beliebige Prüfgerät-Hardwarekomponenten und Interfaces einbindbar
  • DLL-Debugging auf Souce-Ebene mit allen Möglichkeiten des Compilers
  • bis zu 255 anwenderspezifische Steuerfunktionen programmierbar (DLL)
  • IEEE-Ausgabe und -Messung (DLL-Funktion)
  • bis zu 255 COM-Schnittstellen realisierbar (DLL-Funktion)
  • bis zu 255 anwenderspezifische Abfragefunktionen programmierbar (DLL)
  • beliebige Anzahl Prüfprojekte je PC-Verzeichnis, Auswahl auf Tastendruck oder automatisch
  • programmierbare automatische Prüfprojekterkennung und -umschaltung (DLL-Funktion)
  • bis zu 128 Prüfablaufvarianten je Prüfprojekt, Auswahl auf Tastendruck oder automatisch
  • programmierbare automatische Prüfvariantenerkennung und -umschaltung (DLL-Funktion)
  • bis zu 32-fach Nutzen je Prüfprojekt
  • personalgestützte Prüfplätze
  • Halteschritte
  • visuelle Abgleichkriterien (z.B. Bargraph, Scope)
  • Fehler- und Bediener-Hinweistexte über den Prüfdatensatz definierbar
  • vollautomatische Prüfplätze o Autostart wählbar
  • komplette Linienanbindung möglich
  • programmierbare Prüflingsidentifikation für die Ablaufdokumentation (DLL-Funktion)
  • Serienfehler-Meldung
  • Prüflings- und Prüfschrittstatistik
  • Gaußkurvenführung für messende Prüfschritte wählbar
Download:
TW_32.EXE  Testware Demoprogramm für Windows
Doku.TXT  Beschreibung zum Testware-Programm


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